Silver Gamer - Daddeln auch im Alter

Für heutige Jugendliche sind Computerspiele selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags. Senioren hingegen stehen dem Freizeitinteresse ihrer Enkel eher skeptisch gegenüber. Eine der Hauptursachen dieser Altersspaltung liegt in der stark beschleunigten technischen Entwicklung in den letzten beiden Jahrzehnten und damit einhergehenden Einstiegshürden bei der Nutzung digitaler Medien.
Wird heute von Medienkompetenzvermittlung gesprochen, so sind meist ausschließlich Kinder und Jugendliche als Rezipienten gemeint. Für sie gibt es bereits zahlreiche etablierte Angebote. Doch was ist mit älteren Menschen, die nicht wie selbstverständlich mit digitalen Medien aufgewachsen sind?
Im Zentrum des hier beschriebenen handlungsorientierten und intergenerativen Projektes „Silver Gamer“ steht daher das Vorhaben, Senioren ab 55 Jahren, unter fachkundiger Begleitung, die Möglichkeit zu geben, durch die Nutzung von Computer- und Videospielen neue Chancen zur Selbstverwirklichung zu erschließen und an diesem Bereich des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens teilhaben zu können.

 

Leseprobe

Medienpädagogische Angebote für ältere Menschen stecken noch immer in den Kinderschuhen. Dabei bieten gerade digitale Spieltechnologien zahlreiche Möglichkeiten, scheinbar verloren gegangene Aktivitätsbereiche für Senioren neu zu erschließen. Tauchen Sie mit Daniel Heinz und Torben Kohring in die Welt der Silver Gamer ein!

 

 

Links mit Zusatzinfos


Spiele-Beurteilungen

  • Crayon Physics Deluxe                                                                        buntes und kreatives Gestalten mit Wachsmalstiften, physikalischen Grundsätzen und viel Freiheit: http://www.spieleratgeber-nrw.de/index.php?siteid=2255
  • Wii Fit                                                                                                ein großer Familienspaß, der keinen echten Sport ersetzen soll
  • Wii Sports Resort                                                                               sehr abwechselungsreiche Sammlung von auf die Wii Konsole abgestimmten Bewegungsspielen: http://www.spieleratgeber-nrw.de/?siteid=2642

Literatur

  • Brunowsky, H., Kubenz, M. (2010): Opa, das kannst Du auch! Mein Enkel erklärt mir den Computer. BrunoMedia, Köln.

In leicht verständlicher, humorvoller Weise wird in die Grundfunktionen und Anwendungsfelder des PC für den alltäglichen Gebrauch eingeführt.

  • Feierabend, S., Karg, U., Rathgeb, T. (2010): JIM 2010 - Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. mpfs, Stuttgart.

Seit 1998 untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest mit der Langzeitstudie "Jugend, Information, (Multi-)Media" den Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Stichprobe von 1200 Jugendlichen und wurde von ENIGMA GfK in Wiesbaden durchgeführt.

  • Moll, H. (1997): Alte Menschen und Medien. Eine qualitative Studie zu Funktionen von Medien für alte Menschen. Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd.

Der Übergang in den Ruhestand hat Auswirkungen auf das ganze Leben: Netzwerke werden kleiner, die materielle Lage verschlechtert sich, das Budget an freier Zeit wächst. Dieses Buch zeigt, dass Medienangebote nicht nur die psychische Bewältigung des Alterns erleichtern, sondern auch funktionaler Ersatz für Erwerbsarbeit sein können. Medien bauen eine Brücke zum Berufsleben und helfen, den Prestigeverlust zu kompensieren.

Die Autoren

Daniel Heinz Dipl. Sozialpädagoge
Seit 2006: Redaktion der jährlich erscheinenden Broschüre „Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt“. Seit 2008: Referent für die „Initiative Eltern & Medien“ der Landesarbeitsgemeinschaft für Medien (LfM) zu den Themen „Internet / Soziale Netzwerke“, „Computerspiele“ & „Frühkindliche Medienerziehung“. Seit 2009: Redaktion sowie Koordination von Praxisprojekten im Bereich der Computerspielpädagogik für den "Spieleratgeber-NRW" des ComputerProjekt Köln e.V..

Arbeits-/Forschungsschwerpunkte
Pädagogische Beurteilung von Computerspielen, Transferprozesse von digitalen Erlebniswelten in analoge Strukturen, „Verbraucher- und Datenschutzfragen innerhalb von Computerspielen“.

Kontakt
heinz@spieleratgeber-nrw.de

Torben Kohring M.A.
Medienpädagoge mit den Nebenfächern Germanistik und Soziologie, Universität Köln. Ausgebildeter Sortimentsbuchhändler. Derzeit tätig als Projektkoordinator für den "Spieleratgeber-NRW" des Vereins ComputerProjekt Köln e.V. Dort zuständig für die Gesamtausrichtung des Projekts und die Konzeption neuer Praxisprojekte im Bereich der Computerspielpädagogik. Seit 2009 Jugendschutzsachverständiger für das Land Nordrhein-Westfalen bei der Unterhaltungssoftware "Selbstkontrolle" (USK).

Arbeits-/Forschungsschwerpunkte
Pädagogische Beurteilung von Computerspielen, Transferprozesse von digitalen Erlebniswelten in analoge Strukturen, „Verbraucher- und Datenschutzfragen innerhalb von Computerspielen“.

Kontakt
kohring@computerprojekt-koeln.de